Früher gab es einmal den Ausdruck "Fachidiot" und dieser galt für einen Menschen, der auf einem bestimmten Gebiet (äußeres) Wissen angesammelt hat und dabei alle anderen Faktoren ignorierte - vor allem sich selbst als Hauptfaktor ignorierte. Heute sagt man dazu "Experte" und schätzt dieses Bruchwissen scheinbar ungemein. Bei jeder Gelegenheit werden "Experten" zitiert und dieses Teilwissen gilt für viele, viele Menschen mehr als ihre eigene Meinung. Sie bevorzugen also "Deinungen".
Alles, was nicht der eigenen Wahrnehmung entspringt und dank der Emotionen* als angenehm oder unangenehm erkannt wird, ist "Teufelszeug", denn es hat nichts mit dem eigenen Leben zu tun. Es sind nur Meinungen anderer Leute, welche diese zu ihrem eigenen Vorteil verbreiten. Das können sie natürlich tun, aber es gibt keinen Grund, diese zu übernehmen, es sei denn, sie entsprechen den eigenen Vorlieben.
Mir scheint auch, dass diese "Experten" fast nur noch richtig unangenehme Dinge "herausfinden". Das entspricht wahrscheinlich ihrer eigenen Weltsicht, aber ist ein Grund mehr, selber zu denken, selber wahrzunehmen. Gerade bei den "Experten" der Finanzwelt (die von einem der Teilnehmer im Forum zitiert wurden) ist es offensichtlich, dass sie nur für die Eigentümer des Geldes "Expertisen" erstellen. Das kann man getrost ignorieren und sich auf die eigenen Fähigkeiten besinnen. Bei sich selbst ist man immer am besten beraten und sollten sogenannte Fehler passieren - also unangenehme Erfahrungen, hat man sie wenigstens selber gemacht und kann sie auch wieder leicht ändern. Einfach umfokussieren! Auch dazu braucht man keine "Experten"...
*Emotionen sind nicht irgendwelche Sentimentalitäten, sondern sie sind ein wirksames mentales Werkzeug, um die innere Bewegung anzuzeigen, das was man wirklich glaubt und tut. Vereinfacht gesagt, entsprechen angenehme Gefühle den eigenen Wünschen und unangenehme Gefühle dem, was man nicht will. Emotionen sind sozusagen der 6. Sinn!
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