Zuerst einmal will ich die Krise nicht Krise nennen, sondern die Umstände als eine Herausforderung betrachten, was Lösungen erleichtert. Krisen und Probleme sind so schwerwiegende Wörter, vollbeladen mit lauter katastrophalen Assoziationen, welche unmittelbar Existenzängste hervorrufen. Dagegen ist »Herausforderung« ein Begriff, der etwas Positives hervorruft, etwas machbares, fast schon etwas abenteuerliches.
Die Herausforderungen sind in der Tat enorm, kein Wunder, denn das bestehende System bröckelt an allen Ecken und Enden ab. Es wird auch nicht durch weitere Billionen zu retten sein. Da wird nur gutes Geld – Energie – verschwendet, das man viel besser für den Aufbau eines menschenwürdigen Systems gebrauchen kann.
Es ist auch nicht möglich, irgendwelchen »Autoritäten«, seien sie aus Politik, Wissenschaft oder Religion zu vertrauen. Von dieser Seite ist nichts zu erwarten, denn sie sind es, welche nicht wenig zum Verfall beigetragen und davon enorm profitiert haben. Sie sind sozusagen die Spitze des Eisbergs, denn sie schwimmen nur auf den kollektiven Ängsten. Dass sie diese Ängste zu ihrem Vorteil manipuliert haben, entspricht nur der allgemeinen Neigung zur Habsucht.



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